Leuchtturmprojekt

Westfalen Weser Energie belohnt bürgerschaftliches Engagement
„Tausche Bulette gegen Bulgur“ – mit dieser Idee hatte sich die Bad Lippspringer Initiative „Zentrum für ehrenamtliches Bürger Engagement“ für eines der 100 Förderpakete beworben, die Westfalen Weser Energie auch in diesem Jahr ausgeschrieben hatte. Mehr als 200 Vereine und Initiativen aus dem Netzgebiet des kommunalen Unternehmens hatten sich mit ihren Projektideen beworben. Sieben von ihnen wurden von der Jury als wegweisend und damit als Leuchtturmprojekte ausgezeichnet. Auch die Bad Lippspringer Initiative wurde als Leuchtturmprojekt ausgezeichnet und nahm jetzt sein Förderpaket in Höhe von 1.200 Euro im Beisein des stellvertretenden Bürgermeisters Martin Schulte in Empfang.
Der Verein möchte mit seinem Projekt Kriegsflüchtlinge willkommen heißen, in dem er diese zum gemeinsamen Kochen und Essen einlädt. Die Treffen finden monatlich statt und die Gerichte werden im Vorfeld gemeinsam ausgewählt. Die Kocherlebnisse schaffen kulturübergreifend Begegnungen und sollen Vorbehalte und Berührungsängste abbauen und Verständnis für die jeweils fremde Kultur schaffen. „Das Projekt hat einen thematisch klaren Fokus und versucht, durch lebensweltliche Erfahrungen mögliche Vorurteile gegenüber und bei Flüchtlingen abzubauen“, hob Andrea Hankeln, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, bei der Preisverleihung hervor.
Bereits zum siebten Mal führte der kommunale Energiedienstleister das Förderprojekt „Ideen werden Wirklichkeit – 100 Förderpakete für Vereine in der Region“ durch. „Unsere Idee ist es, gesellschaftliches Engagement nicht schlicht nach dem Gießkannen-Prinzip zu fördern, sondern ganz gezielt besondere Projekte anzustoßen und deren Realisierung zu fördern“, so Michael Heidkamp, Geschäftsführer Westfalen Weser Energie, bei der Preisverleihung. „Das ist ein wichtiger Teil unseres regionalen Engagements. Und die immer neuen Bewerbungen geben uns recht: Sinnvolle Ideen für ehrenamtliche Projekte sind viele vorhanden. Manchmal fehlt für die Umsetzung einfach die Anschubfinanzierung“. Der regionale Energiedienstleister möchte mit dem Förderkonzept gleiche Chancen für alle Vereine in seinem Netzgebiet schaffen. Gleichzeitig wird so eine hohe Transparenz bei der Vergabe der Fördermittel erzielt.
Vorbilder für andere Projekte fördern
Westfalen Weser Energie entwickelte das Förderkonzept gemeinsam mit Prof. Dr. Sebastian Braun, Leiter des Forschungszentrums für Bürgerschaftliches Engagement an der Humboldt-Universität zu Berlin. Braun machte bei der Preisverleihung deutlich, dass bei der Bewertung nicht die bloße „Größe“ des Projektes ausschlaggebend sei. „Wichtiger ist für uns, dass die Projekte neuartige Ansätze aufzeigen und die Ideen zeitnah in die Realität umzusetzen sind. Und: Wir wollen Projekte fördern, die aus unserer Sicht Vorbild für andere sein können“, so Braun. Die Höhe der Fördersummen werde maßgeblich von den Kosten beeinflusst, die die Vereine für die Umsetzung der Projekte benötigten.
Die Jury aus Michael Heidkamp, Sebastian Braun sowie Andrea Hankeln, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, und Thomas Böhme, Staatskanzlei Niedersachsen hatte sich in der Sichtungsphase intensiv mit den eingereichten Projektideen auseinandergesetzt und schließlich die Leuchtturmprojekte herausgefiltert. 93 weitere Projektanträge erhalten ebenfalls Fördergelder. Alle Förderpakete stehen im Internet: ww-energie.com/einhundert-foerderpakete.

Westfalen Weser Energie, 100 Förderpakete, herausragende Leuchtturmprojekte 2015 für bürgerschaftliches Engagement, Verleihung im Henkelmann, Herford, Zentrum für ehrenamtliches Bürger-Engagement in Bad Lippspringe, Projekt „Tausche Bulette gegen Bulgur“, Foto: Christian Weische
Westfalen Weser Energie, 100 Förderpakete, herausragende Leuchtturmprojekte 2015 für bürgerschaftliches Engagement, Verleihung im Henkelmann, Herford, Zentrum für ehrenamtliches Bürger-Engagement in Bad Lippspringe, Projekt „Tausche Bulette gegen Bulgur“, Foto: Christian Weische

Bildunterzeile:
Engagieren sich fürs und im Ehrenamt: Andrea Hankeln (Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen), Bettina Wieboldt, Christoph Wieboldt, Martin Schulte (stellv. Bürgermeister Bad Lippspringe), Monika Groß, Achmed Mohamed, Marita Karsten, Hassan Shyegh, Renate Brinkmann und Michael Heidkamp (Geschäftsführer Westfalen Weser Energie). (v. l.)

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