10 Jahre Zentrum für ehrenamtliches Bürger-Engagement in Bad Lippspringe

Renate und Marita berichten vor den geladenen Gästen:

10 Jahre Bürger-Engagement in Bad Lippspringe, da haben wir so einiges bewegt. In einem kreativen Bildungsprozess haben wir mit anderen zusammen unsere Verantwortungsrolle in unserer Kommune gefunden. Für uns war der Weg, wie wir zu unserem Engagement gekommen sind, sehr wichtig.  Wesentlich dazu beigetragen hat die Anlaufstelle für bürgerschaftliches Engagement, also Herr Kramps  vom Seniorenbüro Paderborn.

Nach der Qualifizierung zu seniorTrainerinnen im Rahmen des Bundes-Modellprojektes “Erfahrungswissen für Initiativen” kurz (EFI) genannt, wurde im Mai des Jahres 2006 mit der Unterstützung der Stadt Bad Lippspringe das “Zentrum für ehrenamtliches Bürger-Engagement” ins Leben gerufen.

Das “EFI-Seminar” befähigt Frauen und Männer nach dem Berufsleben zu selbstbestimmter Mitarbeit für gesellschaftliche Belange in Kommunen und freien Initiativen. Es beinhaltet die Suche nach persönlicher Seinsfindung auf der einen Seite und den Wunsch sozial tätig zu sein auf der anderen Seite.

Traditionelle Formen des Ehrenamtes reichen heute nicht mehr aus. Der Wandel der Gesellschaft verlangt kreative Problemlösungen. Das Zusammenspiel des bürgerschaftlichen Engagements mit einer Verwaltung, die das ermöglicht, eröffnet neue Perspektiven des sozialen Zuammenlebens. So kann ein gesellschaftlicher Wandel positiv gestaltet werden.

Wir dürfen in diesem Jahr mit Stolz auf 10 Jahre engagierte Tätigkeit zurückblicken. Eine Mischung aus Begeisterung und Kompetenz machte das möglich. Unser Engagement war uns immer eine Herzensangelegenheit.

Das alles war in den vergangenen 10 Jahren nur möglich durch den unentgeltlichen Einsatz vieler Frauen und Männer, die unsere Idee des ehrenamtlichen Bürger-Engagements mitgetragen haben. Inzwischen haben wir 15 aktive MitarbeiterInnen, die alle ein eigenes Projekt betreuen. Hervorzuheben ist der “Treffpunkt für alleinstehende Seniorinnen und Senioren”. An diesem monatlichen Treffen nehmen allein schon 20 Personen teil. Unsere älteste Projektleiterin ist 81 Jahre alt.

Allen ein herzliches Dankeschön.

Für den modernen Menschen hat das Alter eine ganz neue Qualität. Aktiv altern bedeutet auch Chancen auf Neues, neue Freunde, neue Erfahrungen und Einsichten nutzen. Jetzt kann man Dinge tun, für die man während der Berufstätigkeit keine Zeit hatte. Wichtig ist uns auch eine generationsübergreifende Vernetzung, die wir mit unseren Projekten “Wunsch-Oma/Opa” und “Schüler schulen Senioren” umsetzen können. Ebenso wichtig ist das Projekt “Zeitspende”, welches in Zukunft mit der Quartiers-Entwicklung des Senioren Beirats zusammengefasst werden könnte.

Jeder, der sein eigenes Hobby mit anderen teilen möchte, ist bei uns willkommen. Wir unterstützen, machen Pressearbeit, suchen geeignete Räumlichkeiten usw.

Bedanken möchten wir uns bei der Stadt, besonders bei Herrn Bürgermeister Bee, bei unserer Schirmherrin Frau Josephs und bei Frau Lange, die uns in jeder Weise unterstützt haben und unterstützen.

Bedanken möchten wir uns auch bei den hiesigen Banken, der Sparkasse Paderborn-Detmold, bei der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold, bei der Spar- und Darlehnskasse Schlangen sowie bei der Stadtstiftung, die uns immer bei bestimmten Projekten unterstützt haben.

Jedes Jahr haben wir bei Westfalen-Weser ein Projekt eingereicht. Unsere Arbeit wurde hier stets honoriert. Zweimal waren wir sogar Preisträger eines Leuchtturmprojekts, und zwar mit den Projekten “Wunsch-Oma/Opa und “Tausche Bulette gegen Bulgur”. Vielen Dank dafür.

Eine Kommune muss zukuftsgerichtet sein und den älteren Bürgern Raum für aktive sinnerfüllte Tätigkeiten geben. Das entspricht den Anforderungen des demokrafischen Wandels und stärkt ein realistisches Altersbild.

Es lohnt sich, auch im Rentenalter sein Leben neu zu erfinden!

Herzlichen Dank an das Medizinische Zentrum für Gesundheit und die Familie Fleischerei Schröder, die Spender der belegten Schnittchen bei unserer kleinen Feierstunde waren.

Während der Feierstunde wurde Renate verabschiedet. Sie hat das Zentrum vor 10 Jahren gegründet und aufgebaut. Jetzt gibt sie es in die Hände von Marita und zwei neuen Mitarbeiterinnen Angelika Bensiek und Brigitte Brüdigam.

 

15-P1030098
Ein Ständchen für Renate, eingeübt mit Andrea Freund. Die Musikanten sind unsere neuen Nachbarn Nabil, Hassen und Mostafa.

 

1-P1030090
Bürgermeister Bee überreicht einen Blumenstrauß zur Verabschiedung. Renate, Marita, Angelika und Frau Josephs

04-P1030085 17-P1030100

1-P1030104
Tausend gute Wünsche für Renate

16-P1030099

Ein Gedanke zu „10 Jahre Zentrum für ehrenamtliches Bürger-Engagement in Bad Lippspringe

Hinterlasse einen Kommentar